Wie du ein gutes Führungskräftetraining erkennst

von 18/07/2019

Wie du ein gutes Führungskräftetraining erkennst

– Ein Beitrag von Wirtschaftspsychologe Maximilian Braunleder

 

Maximilian Braunleder ist Marketingmanager der TAM Akademie, Wirtschaftspsychologe und Betriebswirt. Seit Beginn des TAM Leadership Programms begleitete er zahlreiche Trainings und ist als Leadership Blogautor verantwortlich für das wissenschaftliche Fundament unserer Artikel zum Thema Führung und modern Leadership.

Vor seinem Eintritt in die TAM Akademie im Juni 2018 war Maximilian für einen großen deutschen Automobilkonzernen und einen mittelständischen Finanzdienstleister tätig. Darüber hinaus erforschte er zusammen mit humansynergistics anhand des Organizational Culture Inventory die Unternehmenskultur in deutschen Unternehmen, und ergründete in Kooperation mit der Detecon International GmbH die Aspekte wertorientierter Mitarbeiterführung.

 

 

 

 

Worauf du bei einem Führungskräftetraining unbedingt achten solltest

 
Marina klopft mit den Fingern auf den Tisch. Genervt guckt sie auf die Uhr. 17:43 Uhr. Der zweite Tag des Führungskräftetrainings, das ihr Arbeitgeber für ihre neue Position als Bereichsleiterin ermöglicht hat, neigt sich dem Ende zu. Nicht schnell genug – wie sie findet. Klar, der Sprung von 12 auf 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein Großer und es wird für sie in Zukunft noch schwieriger werden, dass alle an einem Strang ziehen und alle die Unternehmens-„Vision 2030“ aktiv verfolgen, aber ob ihr die letzten zwei Tage dabei helfen werden? Fraglich…
 
Noch einmal versucht sie sich zu erinnern, was ihr die Tage gebracht haben. Der Trainer ist zwar sympathisch und weiß auch sicher, wie man motiviert und auch einige Inhalte waren für sie neu. Aber wirklich etwas mitgenommen, was sie in ihrer Situation weiterbringt, hat sie heute nicht.
 
Zugegeben – Marinas Geschichte ist fiktiv. Dennoch kommen ähnliche Gedankengänge wohl täglich in deutschen Weiterbildungsakademien und Trainingsräumen vor. Doch nicht nur hierzulande ist der Transfer von Führungskräftetrainings oft problematisch. Die gesamte Führungskräftetrainings-Industrie wird weltweit auf ganze 366 Milliarden US-Dollar beziffert. Ein unglaublicher Betrag wenn man bedenkt, dass laut einer McKinsey Studie die meisten dieser Führungskräftetrainings nicht einmal ansatzweise das gewünschte Ergebnis liefern.
 
Um dies zu vermeiden, wollen wir dir in diesem Artikel vier Fehler von Führungskräftetrainings, die du unbedingt im Vorhinein beachten musst, präsentieren, und dir Tipps geben, wie du in deinem nächsten Führungskräftetraining das Maximale für dich rausholst. Du willst dich jetzt schon weiterbilden und erfahren, wie du als Führungskraft die „Next Generations“ richtig führst? Dann melde dich hier zu unserem kostenlosen Webinar an.
 
Die Gründe für das Ausbleiben des Trainingserfolgs sind laut der Studie von McKinsey:
 
 

1. Das Nicht-Berücksichtigen des individuellen Kontexts.

 
Viele Führungskräftetrainings haben zwar einen Rahmen an Flexibilität, sie berücksichtigen im Training selbst aber selten intensiv den individuellen Führungsstil, die individuelle Unternehmensstrategie, die spezielle Organisationskultur oder die Personen, die den teilnehmenden Führungskräften vorgesetzt sind. Daraus resultiert, dass man als Führungskraft zwar durchaus generelle Eindrücke gewinnen kann, im Endeffekt aber wenig für die eigene Situation mitnimmt.
 
 

TAM-Tipp:

 
Lass dich bei der Auswahl des Programms nicht nur von spannenden Themen locken, sondern erkundige dich genau, wie die TrainerInnen die Themen auf deinen individuellen Kontext anwenden wollen. Wir wählen beispielsweise bereits die Teilnehmergruppen so aus, dass unsere Führungskräfte voneinander profitieren können.
 
Außerdem passen wir jede Übung und jedes Rollenspiel an die aktuellen Situationen unserer TeilnehmerInnen an, sodass eine zielgerichtete Ausrichtung des individuellen Führungsstils stattfinden kann. Hierbei wird den einzelnen TeilnehmerInnen im TAM Leadership Programm viel Raum für ihre jeweiligen Challenges und Probleme gegeben.
 
Gemeinsam mit den TrainerInnen, deren Know-how und den Feedbacks aus der Gruppe, können so ganz individuelle Lösungen für eine Anpassung des eigenen Führungsverhaltens ermittelt werden. Dies bedarf zwar einer intensiveren Vorbereitung und längeren Vorgesprächen mit den Teilnehmenden, zahlt sich im Nachhinein jedoch immer in wirklichen Ergebnissen aus. One size fits all war gestern.
 
 
 

2. Entkopplung des Trainings von der realen Arbeit

 
Als zweiten Grund für das Scheitern von Führungskräftetrainings bezeichnet McKinsey die Schwierigkeit, Off-Site-Gelerntes umzusetzen, wenn die Führungskraft wieder im Unternehmen ist. Oft behalten TeilnehmerInnen nämlich nur rund 10 Prozent dessen, was sie in Trainings „off the Job“ gelernt haben.
 

TAM-Tipp:

 
Wähle stets TrainerInnen oder Akademien, die bereits innerhalb der Trainings einen hohen Praxisbezug schaffen, und mit zusätzlichen Hilfsmitteln dafür sorgen, dass der Transfer vereinfacht wird. Um Beispiele zu nennen: Bei unserem Leadership Programm verteilen sich die Trainingstage auf einen 3-Wochen Rhythmus. In diesen drei Wochen werden den TeilnehmerInnen praktische Transferaufgaben zur Anwendung des Gelernten on the Job gegeben, die dann im nächsten Training gemeinsam betrachtet werden.
 
Um das zu vereinfachen, bekommen die TeilnehmerInnen „Key-Learning-Karten“ mit Wissen, das sie aus den Trainingstagen mitnehmen sollen. So umgehen wir das schnelle Vergessen und die fehlende Praxis. Darüber hinaus können die TeilnehmerInnen jederzeit auf telefonische Beratung unserer TrainerInnen zugreifen, wenn sie Fragen haben oder sie Rat zu einer bestimmten Situation im Führungsalltag brauchen.
 

 

3. Das Unterschätzen des Mindsets

 
Egal, wie gut eine Führungskraft die Instrumente der modernen MitarbeiterInnen-Führung beherrscht: effektiveres Führen kann in den meisten Fällen nur mit Verhaltensänderungen einhergehen. Moderne Leader brauchen auch ein besonderes Mindset, und dieses durch Training zu erlangen ist manchmal so schmerzhaft wie ein guter Muskelkater.
 
Damit die Anpassung des Mindsets effektiv ist, braucht es sowohl psychologisch geschulte TrainerInnen, als auch einen sicheren Raum des Vertrauens, in dem tiefe Verhaltensmuster offen angesprochen werden können.
 
 

TAM-Tipp:

 
Achte bei der Auswahl des Trainings darauf, dass dieTrainerInnen ausreichend qualifiziert sind, aber versichere dich darüber hinaus auch, dass der Fokus des Trainings nicht nur auf Instrumenten liegt. Moderne Führung ist viel mehr als agile Methoden, Holokratie, gewaltfreie Kommunikation und Co. Stattdessen sollte im Training die Anwendung eines modernen Mindsets im Führungskontext fokussiert werden. Auch die Psychologie für Führungskräfte sollte einen großen Teil des Trainings ausmachen. MitarbeiterInnen-Führung ist schließlich Menschenführung. Weiterhin finden Führungskräftetrainings in Gruppen von maximal 10 TeilnehmerInnen gleichzeitig statt, unter denen erst eine hohe Vertrauensbasis geschaffen wird, bevor es in die Tiefe geht. Nur so können sich die Teilnehmenden gänzlich öffnen und persönlich weiterentwickeln.
 
 
 

4. Das Nicht-Messen von Resultaten

 
Der häufigste Trainingsfehler ist es, nach dem Programm davon auszugehen, dass es mit dem Feedback der TeilnehmerInnen beendet ist. Die Führungskräfte werden auf die MitarbeiterInnen losgelassen, doch ob die Resultate auch langfristig erfolgreich sind, wird selten überprüft.
 
 

TAM-Tipp:

 
Frage Trainingsanbieter immer explizit, wie sie den langfristigen Trainingserfolg gewährleisten. Bei uns finden beispielsweise auch zu späteren Zeitpunkten nach unserem Modern Leadership Programm Feedbackschleifen statt, um den langfristigen Erfolg zu sichern. Darüber hinaus stehen die TAM-TrainerInnen auch nach Abschluss des Programms immer für Fragen zur Verfügung und bei unseren Alumni-Events ist stets ein reger Austausch über die Ergebnisse, die mit Hilfe des Programms erzielt werden konnten.
 
 
Da du diesen Artikel nun ganz gelesen hast kann ich davon ausgehen, dass ich dir nicht auch noch die Wichtigkeit von Trainings und Coachings für Führungskräfte erklären muss. Du weißt bereits, dass die Notwendigkeit nach steter Weiterentwicklung in von starkem Wandel geprägten Zeiten auch vor einer Führungskraft nicht Halt macht.
Bitte beachte also stets die oben genannten Tipps, wenn du nach der passenden Ausbildung für dich suchst. Bei uns ist es ein stetiger Prozess der Anpassung und des Berücksichtigens individueller Gegebenheiten, der dazu geführt hat, dass unser Leadership Programm den Trainingserfolg für die Praxis tatsächlich gewährleisten kann. Wenn du dich ein wenig intensiver damit auseinandersetzen möchtest, wie wir das schaffen und was unsere Inhalte sind, gelangst du hier zu unserer Infoseite. Solltest du dir gleich die gesamte Programmappe mit allen Modulinformationen herunterladen wollen, einfach auf den folgenden Button klicken:

 

 

Mehr Anregungen und Skills gibts in unserem preisgekrönten Modern Leadership Programm!

 

Hans A. Hey Award 2018: „innovativstes Trainingskonzept“

 

 

 

Wir sind gespannt auf den Austausch mit euch und freuen uns wie immer über Anregungen und Feedback zu unseren Artikeln. Schreibt uns gerne auf FacebookInstagram oder LinkedIn ❤️

 

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