Die 10 größten Leadership Trends für 2019

von | 11/01/2019

Die 10 größten Leadership Trends für 2019

 

In diesem Artikel stellen wir dir 10 der wichtigsten Leadership Trends für 2019 vor. Darüber hinaus geben wir dir Tipps, wie du diese möglichst vorteilhaft erlernen und  anwenden kannst.

 

Globalisierung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Deep Learning, Tertiarisierung (also die wachsende Bedeutung des Dienstleistungssektors), Mobile Arbeit: Dass sich die Arbeitswelt aktuell vielleicht stärker verändert als durch die industrielle Revolution, ist nicht unwahrscheinlich. Natürlich bewirkt diese Entwicklung auch in Führungskreisen unaufhaltsame Veränderungen. Die Leadership Trends, die in 2019 besonders von Bedeutung sein werden, stellen wir dir in diesem Artikel vor.

 

Leadership Trend 1: Digital Leadership

 

In einer digital vernetzten Welt bedarf es auch in der Führung digitaler Tools. „Work smart, not hard“ ist die Devise, die mit Hilfe der Digitalisierung Unternehmen voranbringen soll. Immer kürzere Innovationszyklen bei der Produktentwicklung und disruptive Geschäftsmodelle können nur entstehen, wenn Führungskräfte die Transformationsprozesse intelligent vorantreiben.

Um den digitalen Wandel im Unternehmen mitzugestalten, musst du dir als Digital Leader mehrere Eigenschaften aneignen und dich stetig weiterentwickeln:

  • Du musst zuallererst für ausreichend Agilität und Flexibilität in deinen Bereichen sorgen. Die Fähigkeit, Strukturen, Prozesse und Produkte schnell an sich verändernde Bedingungen anpassen zu können, ist für Unternehmen und Führungskräfte heutzutage unumgänglich.
  • Als Digital Leader brauchst du genügend Digital- und Medienkompetenz. Das bedeutet nicht, dass du unbedingt Programmieren können musst. Du solltest jedoch die Grundlagen der neuen Medien und neuer digitaler Prozesse verstehen können. Sich dieses Wissen anzueignen ist eigentlich ganz einfach. Sich ab und zu mit Onlinekursen weiterzubilden (zum Beispiel in den Bereichen User Experience, Online Marketing, Scrum etc.), Wired und TechCrunch zu lesen oder Technologiemessen zu besuchen, sollte für dich als moderne Führungskraft selbstverständlich sein.
  • Du solltest dafür sorgen, dass auch deine MitarbeiterInnen dieselbe digitale Kompetenz erlangen, die du dir aneignest. Die wenigsten lernen in der Schule oder der Universität die nötigen Fähigkeiten, um digital zu arbeiten. Die Grundlagen hierfür im eigenen Unternehmen zu vermitteln, verschafft dir also extreme Vorteile.
  • Du musst smarte Ziele setzen und dafür sorgen, dass dein Team Zugriff auf digitale Ressourcen wie Kollaborationsprogramme oder Entwicklungsbudget hat, um diese zu erreichen. Hierzu zählen auch schon einfache Mittel, wie das Zurverfügungstellen von gemeinsam genutztem Cloud-Speicherplatz, das Verwenden von Kommunikationsprogrammen wie Slack, oder gemeinsames Dokumentemanagement über Google Docs.
  • Home Office MitarbeiterInnen zu managen, erscheint oft kompliziert. Häufig haben Führungskräfte Angst vor Kontrollverlust, oder wenig Vertrauen in die Effizienz der Angestellten. Dass nicht alle Angestellten hierfür geeignet sind, ist klar. Disziplin, Ergebnisfokussierung und Selbstmotivation sind für die Arbeit zu Hause zwingend notwendig (Home Office Probezeiten könnten hierfür erstmal sinnvoll sein). Wenn du es als Führungskraft jedoch schaffst, die richtigen MitarbeiterInnen auszuwählen, zu motivieren und sie nicht anhand von kontrollierten Arbeitsstunden, sondern anhand der Ergebnisse zu bewerten, steht dir als Digital Leader hierbei nichts im Wege.

 

Eine interessante Studie vom Fraunhofer Institut zum Leadership Trend Digital Leadership findest du hier.

 

Leadership Trend 2: Modern Structures

 

Wenn es um moderne Unternehmensstrukturen geht, ist immer wieder die Rede von flachen Hierarchien. Und das hat einen guten Grund: Nur durch kurze, schnelle Informationswege und die Befreiung vom Elfenbeinturm-Ego können Führungskräfte die Schwarmintelligenz des Unternehmens nutzen. 

Ein gutes Beispiel hierfür ist Elon Musk. Als Gründer von Tesla, SpaceX, The Boring Company, Neuralink, SolarCity und vielen weiteren Unternehmen, tanzt Musk stetig auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig. Um die Produktivität zu gewährleisten, verzichtet Musk jedoch auf starre Hierarchien oder Bürokratie. Stattdessen appelliert er an den gesunden Menschenverstand seiner MitarbeiterInnen.

Grundzüge seiner Philosophie sind:

1. Meetings sollten selten sein. Regelmäßige Meetings zum Selbstzweck vermeidet Musk (das sollte Teambuilding-orientierte Meetings nicht einschließen). Darüber hinaus, sollten Meetings nur im kleinen Kreis stattfinden. Das bedeutet für Musk, dass sie nur dann veranstaltet werden, wenn sie für alle Beteiligten einen Mehrwert bieten.

2. Komplizierter Jargon, Akronyme und ein firmeneigenes Glossar sind Relikte, die der Vergangenheit angehören sollten. In schnelllebigen Zeiten müssen interne Bezeichnungen so gewählt werden, dass jede Struktur schnell erkennbar ist. Das verringert die Einlernzeit für neue MitarbeiterInnen, und lässt schnelle Reaktionen auf Veränderungen zu.

3. Hierarchische Strukturen verhindern schnelle Kommunikation. Wer etwas hinterfragt oder meint, dass Musk etwas wissen sollte, darf ihm dies direkt mitteilen. MitarbeiterInnen sollten aber vermeiden, ihre eigene Zeit oder die von Vorgesetzten mit Dingen zu verschwenden, die sie selbst lösen können.

4. Regeln sind nicht unfehlbar. Wer Unternehmensregeln entdeckt, die in bestimmten Situationen lächerlich sind, sollte dafür sorgen, dass die Regel geändert wird. Auch hierbei sollen sich MitarbeiterInnen auf den gesunden Menschenverstand verlassen.

 

Es ist klar, dass Musks Ideen moderner Unternehmensführung nicht in allen Unternehmen, Abteilungen und Teams anwendbar sind. Dennoch solltest du dir als Führungskraft Zeit nehmen, die Strukturen deines Bereichs zu reflektieren. Bestimmt findest auch du Bestandteile, die eine Modernisierung dringend nötig haben.

In großen, etablierten Konzernen dürfte die Anpassung an moderne Strukturen am schwierigsten sein. Besonders bei Meetings lassen sich jedoch auch hier sinnvolle Anpassungen, wie eine geringere Anzahl der Teilnehmenden, durchführen.

 

Leadership Trend 3: Corporate Social Responsibility

 

Häufig wird Corporate Social Responsibility, kurz CSR, erst dann für Unternehmen interessant, wenn Negativbeispiele die Schlagzeilen dominieren. Egal ob Dieselskandal, Privatisierung von Trinkwasser oder Asbest in Babypuder – sobald Unternehmen ihre gesellschaftliche oder ökologische Verantwortung aus wirtschaftlichen Gründen missbrauchen, ist die Aufregung groß.

Dass CSR jedoch besonders stark an wirtschaftlicher Bedeutung gewinnt, zeigen die zahlreichen positiven Beispiele noch viel besser. Facebooks Plan, ganz Afrika mit Internetzugang zu versorgen, bedeutet ein immenses Wachstumspotential an Usern. Die hippen Getränkemarken Viva con Agua, Lemonaid und ChariTea sind nicht nur geschmacklich beliebt, sondern punkten bei Kunden auch durch die mit dem Kauf einhergehenden Spenden. Das nachhaltige Unternehmenskonzept von Ben & Jerry’s inkl. Spenden, Fairtrade und Klimaschutz schadet der Beliebtheit der Produkte und dem Profit des Unternehmens keineswegs. Und auch Adidas Plan, Schuhe in Zukunft nur noch mit recyceltem Ozeanplastik herzustellen, dürfte lediglich zur Gewinnsteigerung aufgrund der massig verfügbaren Ressource führen.

In Zeiten klimatischer und sozial-gesellschaftlicher Missstände werden CSR-orientierte Projekte in Zukunft immer stärker auch wirtschaftlichen Profit mit sich bringen. Führungskräfte, die dieses Potential jetzt schon erkennen und mit ins Unternehmen tragen, können den Unternehmenserfolg immens steigern. Aus diesem Grund gehört CSR (zum Glück) zu den absoluten Top Leadership Trends 2019!

 

Leadership Trend 4: Psychologie für Führungskräfte

 

Die heutige Führung legt einen extremen Fokus auf den Menschen. Moderne Führungskräfte müssen unternehmerische Herausforderungen zwingend aus Sicht der Angestellten betrachten können, um effektiv durch sie zu wirken. Die Prozesse von deren Wahrnehmung und Verhalten zu verstehen, ist somit einer der wichtigsten Leadership Skills der heutigen Zeit.

Dass es hierbei nicht darum geht, die Angestellten psychotherapeutisch zu betreuen, liegt auf der Hand. Wenn du jedoch lernst, das Agieren und Reagieren von MitarbeiterInnen in gewissen Situationen richtig einzuschätzen, und weißt, welche psychologischen Hintergründe hierbei greifen, kannst du dein Vorgehen entsprechend anpassen.

Bestandteile der Führungspsychologie sind unter anderem:

  • Das psychologische Rollenverständnis (bei sich und im Team)
  • Menschliches Verhalten und Gefühle ergründen können
  • Psychologische Spannungsfelder
  • Glaubenssätze und Motive
  • Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster
  • Selbst- und Fremdbild
  • Der richtige Umgang mit Konflikten und Kritik

 

Sich im psychologischen Bereich weiterzubilden, sollte für Führungskräfte ganz oben auf der Liste der Vorsätze für 2019 stehen. Wer hierfür nicht gleich ein Training besuchen, sondern erstmal nur ein gutes Buch lesen möchte, dürfte hiermit einen guten Start hinlegen. Weitere Buchempfehlungen für Führungskräfte findest du hier.

 

Leadership Trend 5: Shared Leadership

 

Als Führungskraft kann es vorkommen, dass man sich wie ein Einzelkämpfer vorkommt. Besonders, wenn das Team nicht so ganz mitspielt, kann dies zu starkem Stress und Krankheit führen.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, gewinnt das Konzept des Shared Leadership immer mehr an Bedeutung. Verantwortung und Führungsaufgaben werden einfach zwischen mehreren Führungskräften oder Teammitgliedern aufgeteilt. So könnten unterschiedliche MitarbeiterInnen als Motivator- und Teamentwickler, als Vertrauensperson, als Fachexperte und so weiter fungieren. Auch denkbar sind Modelle, in denen sich zwei Teilzeit-Führungskräfte eine Führungsposition teilen.

Das A und O im Shared Leadership ist die gelungene Kommunikation zwischen den Führungskräften, die sich diese Aufgabe teilen. Durch die Vielfalt der Persönlichkeiten ergeben sich neben der Stressreduktion für den einzelnen viele weitere Vorteile:

  • Die Führungskraft kann sich auf Anforderungen konzentrieren, die ihr am besten liegen.
  • Die Kooperation der Führungskräfte stärkt die Verbundenheit mit den Teammitgliedern.
  • Es ergeben sich kreative Innovationspotentiale durch das Führungstandem.
  • Lange Arbeitszeiten (die bei Führungskräften oft gegeben sind) vermindern die Produktivität nach zahlreichen Studien rapide (Hier eine spannende Studie des Economist zu diesem Thema)! Dem kann durch Shared Leadership effizient entgegengewirkt werden.

Tolles Know How zum Leadership Trend Shared Leadership und Job-Tandems findest du bei Tandemploy.

Die steigende Komplexität von Unternehmensanforderungen und neue Arbeitsmodelle sorgen dafür, dass Shared Leadership eine äußerst sinnvolle Ergänzung zu klassischen Führungsmodellen sein kann: Definitiv auch in diesem Jahr einer der Top Leadership Trends!

 

Leadership Trend 6: Personal Development

 

Die Wichtigkeit von beruflicher Weiterbildung ist definitiv nichts Neues. Doch in Zeiten von Disruptionen, Volatilität und neuen Megatrends müssen Unternehmen und Führungskräfte mehr denn je dafür sorgen, das interne Lerntempo zu steigern!

Nur wenn MitarbeiterInnen und Führungskräfte stetig weiterentwickelt werden, können sich Unternehmen für bevorstehende Veränderungen wappnen. Für dich als Führungskraft muss die Weiterentwicklung deiner MitarbeiterInnen als eine der wichtigsten Führungsaufgaben angesehen werden.

Besonders die stetig voranschreitende Automatisierung, sorgt für die Notwendigkeit einer starken internen Lernkultur. MitarbeiterInnen, die sich weiterbilden und ihre Fähigkeiten ausbauen, werden in der Lage sein, neue Rollen zu finden. Andere, die sich nicht stetig weiterentwickeln, werden sich auf Dauer in einer sehr unangenehmen Ausgangssituation wiederfinden.

Du willst spannende New Work Themen erlernen? Dann wirst du hier fündig.

Zum Thema Modern Leadership dürfte dich das hier interessieren.

Digitale Kurse findest du zum Beispiel bei diesen Adressen:

Google Digital Academy, Udemy, Udacity, uvm.

 

Leadership Trend 7: Employer Branding

 

Der Bundesverband Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting e.V. (Queb e.V.) definiert Employer Branding als die Bildung einer unterscheidbaren, authentischen, glaubwürdigen, konsistenten und attraktiven Arbeitgebermarke, die positiv auf die Unternehmensmarke einzahlt.

Die starke Wertorientierung der Young Professionals erhöht die Relevanz des Employer Brandings in der heutigen Arbeitswelt noch mehr. Dennoch umfassen die Zielgruppen für EB-Maßnahmen nicht nur potentielle BewerberInnen. Auch aktuelle und ehemalige MitarbeiterInnen sind Zielgruppen von EB Maßnahmen.

Besonders die emotionale Bindung an das Unternehmen, und damit einhergehende höhere Motivation und Identifikation, sind Kern dieser Unternehmensaufgabe.

Als Führungskraft ist man quasi Employer Branding Brand Ambassador. Man ist mitverantwortlich für eine gerechte Entlohnung, die Work-Life-Balance der MitarbeiterInnen, motivierende Aufgabenverteilung, die Kundenorientierung des eigenen Bereichs, die Weiterentwicklung von Angestellten, und man trägt die Unternehmenskultur ins Team. Dessen solltest du dir stets bewusst sein! Wenn du als Führungskraft richtig handelst, kannst du jeden einzelnen Mitarbeiter zum unternehmenseigenen Brand Ambassador machen.

Personalverantwortung bedeutet also auch Employer Branding Verantwortung. Da EB äußerst wichtig für den langfristigen Unternehmenserfolg ist, ist gutes Employer Branding ein unumgänglicher Leadership Trend der kommenden Jahre.

 

Leadership Trend 8: Agile Leadership

 

Natürlich darf in der heutigen VUCA Welt auch Agile Leadership unter den Leadership Trends 2019 nicht fehlen. Egal ob Scrum, Design Thinking, Kanban oder Lean Startup- es gibt zahlreiche agile Arbeitsmethoden, die moderne Führungskräfte beherrschen müssen.

Das Wichtigste am Agile Leadership ist jedoch vermutlich das Verinnerlichen des Agilen Manifests. Dieses wurde von Dreien der Scrum-Begründer, Ken Schwaber, Mike Beedle und Jeff Sutherland unterzeichnet, und besteht aus den folgenden vier Grundsätzen:

1. Individuen und Interaktionen haben Vorrang vor Prozessen und Werkzeugen

Das bedeutet, dass nicht jede interne Regel sinnvoll ist, und manche Prozesse als Relikt der Vergangenheit angehören sollten. Die Hauptsache ist die rege, wertschätzende Interaktion und Kommunikation untereinander, die den Erfolg der agilen Produktentwicklung mitträgt.

2. Funktionsfähige Produkte haben Vorrang vor ausgedehnter Dokumentation.

Nicht jedes Produktmeeting braucht ein vollumfängliches Protokoll. Der Fokus sollte darauf liegen, das Produkt für den Kunden zu optimieren. Der Weg dorthin ist nur Mittel zum Zweck,  und muss nicht immer schriftlich festgehalten werden.

3. Zusammenarbeit mit dem Kunden hat Vorrang vor Vertragsverhandlungen.

Es geht bei agilen Entwicklungsprozessen nicht um das strukturierte Abarbeiten und Abnehmen-lassen von Aufträgen. Vielmehr geht es um das kontinuierliche Feedback des Kunden für Teilabschnitte der Entwicklung. Wenn alle 2 Wochen ein Feedback stattfindet, kann man deutlich schneller auf veränderte Kundenwünsche eingehen, und arbeitet nicht am Auftraggeber vorbei.

4. Das Eingehen auf Veränderungen hat Vorrang vor strikter Planverfolgung.

Nur weil etwas so geplant wurde, muss es nicht auf diese Weise durchgezogen werden. Flexibilität ist das Wichtigste in der agilen Arbeitswelt. Wer aus bürokratischen Gründen die Arbeit verrichtet, anstatt sich an den Anforderungen zu orientieren, wird auf Dauer scheitern.

 

Eine weitere zentrale Eigenschaft von Agilen Leadern ist die Fähigkeit, die besten Ideen zu identifizieren.

Laszlo Bock, ehemaliger Senior Vice President of People Operations von Google, erklärte hierzu:

„Google sucht nach der Möglichkeit, sich zurückzuziehen und die Ideen anderer Menschen anzunehmen, wenn sie besser sind. „Es ist „intellektuelle Demut“. Ohne Demut kannst du nicht lernen“

Wenn du als Führungskraft die Grundprinzipien des Agilen Manifests verinnerlichst und die Schwarmintelligenz deines Teams zu nutzen weißt, bist du auf dem besten Weg zum Agile Leader.

 


Leadership Trend 9: Empathic Leadership

 

Auch heute noch spielen Faktoren wie Karrieremöglichkeiten, Gehalt oder persönliche Weiterbildung eine große Rolle bei der Jobauswahl. Dennoch gibt es auch immer mehr Top-Talente der Generation Y und Generation Z, die sich eher wertorientiert für Arbeitsplätze entscheiden.

Die Fähigkeit, MitarbeiterInnen, KollegInnen und Gemeinschaften zu verstehen, mit ihnen in Beziehung zu treten und ihnen gegenüber empathisch zu sein, wird dadurch für Leader von immer größerer Bedeutung.

Versteht es meine Führungskraft, das Team zu formen? Kennt sie die Bedürfnisse der Teammitglieder und geht achtsam darauf ein? Hat meine Führungskraft einen langfristigen Plan mit mir, der mit meinen persönlichen Vorstellungen übereinstimmt? Nur wenn Deine MitarbeiterInnen auf Fragen dieser Art ohne zu zögern mit „Ja“ antworten würden, kannst du sie langfristig intrinsisch motivieren. Deshalb gehört Empathic Leadership definitiv zu den wichtigsten Leadership Trends des Jahres!

 

Leadership Trend 10: Leader als Coach und Mentor

 

Als Führungskraft musst du in der heutigen Zeit auch immer mehr informelle Rollen annehmen. Die Rolle als Coach und Mentor ist hierbei vielleicht die wichtigste informelle Rolle, die moderne Leader beherrschen müssen.

Als Führungskraft musst du mit Hilfe systemischer Grundprinzipien Hilfe zur Selbsthilfe leisten können. Du musst auf Augenhöhe agieren und die Fähigkeit besitzen, nur durch Fragen zu führen. Wie du mit Hilfe systemischer Fragen deine Mitarbeiter befähigen kannst, liest du in unserem Artikel „5 einfache Tipps für maximale Führungskompetenz“.

Als Mentor muss die Führungskraft eine Beziehung zu den MitarbeiterInnen aufbauen, um diese bei der persönlichen und beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Du musst dich als Vorbild verstehen, welches die Aufgabe hat, die Unternehmenskultur ins Team zu tragen und mehr als nur fachliches Wissen zu vermitteln.

Grundlage, sowohl für Coaching, als auch für Mentoring, sind vollstes Vertrauen zwischen den Beteiligten und Offenheit für Feedback und Kritik. Es sollten regelmäßige Feedbacks stattfinden, und beide Parteien müssen sich über die Intensität des Engagements im Klaren sein. Es kann nämlich schnell zu Frust kommen, wenn Mentor oder Mentee mehr von der anderen Person erwarten, als diese zu geben bereit ist.

Die Rolle als Coach und Mentor kann sich extrem positiv auf Mitarbeitermotivation, Fluktuation und sogar Krankenstände auswirken. Sie gibt den MitarbeiterInnen das Gefühl, mehr als nur ein Mittel zum Zweck zu sein, und kann das Unternehmen dadurch stark vorantreiben.

 

Es ist klar, dass es den meisten Führungskräften schwerfallen wird, sich all diesen Leadership Trends gleichzeitig zu widmen. Dennoch können du und Dein Unternehmen extrem von den einzelnen Trends profitieren. Du solltest sie deshalb stets im Hinterkopf haben, und Chancen zur Weiterentwicklung in diesen Bereichen unbedingt ergreifen!

Zusammenfassen lassen sich die Leadership Trends 2019 mit einem Zitat von Ole Mensching (Gründer und CEO der Personalberatung Careerteam):

„Früher waren die Führungskräfte wirklich die Experten, aber sie sind es nicht mehr, sie sind wie ein Facilitator. Sie machen Dinge möglich, gestalten die Umwelt und machen die Menschen glücklich, sodass sie wirklich an dem eigentlichen Problem arbeiten können.“

 

Leadership Trend 1: Digital Leadership

Leadership Trend 2: Modern Structures

Leadership Trend 3: Corporate Social Responsibility

Leadership Trend 4: Psychologie für Führungskräfte

Leadership Trend 5: Shared Leadership

Leadership Trend 6: Personal Development

Leadership Trend 7: Employer Branding

Leadership Trend 8: Agile Leadership

Leadership Trend 9: Empathic Leadership

Leadership Trend 10: Leader als Coach und Mentor

 

 

Welchen Leadership Trend findest du am interessantesten? Welcher ist deiner Meinung nach schwierig umzusetzen? Welcher fehlt deiner Meinung nach auf der Liste? Schreibe uns gerne auf Facebook, Instagram oder LinkedIn.

Du fragst dich vielleicht, warum Female Leadership nicht unter den größten Leadership Trends 2019 aufgelistet ist? Das hat einen guten Grund: Female Leadership ist für uns kein Trend, sondern eine unbedingte Grundvoraussetzung für moderne Unternehmen. Das Gleiche gilt für jede andere Form der Diversität. Nur diejenigen Unternehmen, die Vielfalt und Gleichberechtigung leben, werden auf Dauer bestehen und das eigene Potential nutzen können. Hier liest du, was heutige Female Leader über dieses Thema denken.

 

 

 

 

 

 

 

 

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